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Die Regeln, erklärt

Sumo-Regeln für Einsteiger: der Ring, das Salz und wie ein Kampf tatsächlich gewonnen wird

Woraus der Dohyo besteht, was der Salzwurf bedeutet, und wie Kimarite — die Siegtechniken des Sumo — über einen Kampf entscheiden, der oft in Sekunden vorbei ist.

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Sumo-Grundlagen

BegriffWas es ist
DohyoDer Ring: ein erhöhter Lehmkreis mit 4,55 m Durchmesser, umgeben von Strohballen
Shikiri-senDie beiden Startlinien, hinter denen sich die Ringer vor dem Angriff in Position bringen
Shio-makiDas Salz, das ein Ringer in den Ring wirft — ein Reinigungsritual
MawashiDer Gürtel, etwa 9 Meter lang, hinten verknotet
KimariteDie 82 vom Sumo-Verband anerkannten Siegtechniken

Der Dohyo: kleiner, als er auf dem Bildschirm wirkt

Der Ring selbst ist eine erhöhte Plattform mit einem Kreis von 15 Shaku — 4,55 Metern, etwa 14,9 Fuß — Durchmesser, markiert durch Reisstrohballen namens Tawara und gepflegt von Ringhelfern, den sogenannten Yobidashi. Der Platz ist enger, als es im Fernsehen wirkt, was mit ein Grund dafür ist, dass Kämpfe so schnell ablaufen: Es gibt kaum Raum, um sich zurückzuziehen.

Die beiden Linien, mit denen jeder Kampf beginnt

Bevor ein Kampf beginnt, gehen beide Ringer hinter zwei kurzen Linien, den sogenannten Shikiri-sen, in Position und stürmen gemeinsam in einem synchronisierten Start los, der Tachi-ai genannt wird. Es passiert nichts, bis beide Ringer bereit sind — der Moment selbst, nicht eine Pfeife oder Glocke, entscheidet, wann der Kampf beginnt.

Warum Ringer Salz werfen

Der Salzwurf, den Sie vor einem Kampf sehen — Shio-maki —, ist eine shintoistische Reinigung des Rings und nicht Teil des eigentlichen Wettkampfs. Es ist eines der deutlichsten optischen Zeichen dafür, dass Sumo neben dem Sport auch echtes zeremonielles Gewicht trägt, und es ist etwas, das der Moderator der Show verständlich erklärt, statt es als unerklärtes Ritual stehen zu lassen.

Der Mawashi, und wofür er da ist

Der Gürtel, den ein Ringer trägt — der Mawashi —, ist etwa 9 Meter (30 Fuß) lang, wird um den Körper gewickelt und hinten verknotet. Im Profiwettkampf tragen Sekitori (höherrangige Ringer) farbige Seidenversionen, während niedrigere Ränge schwarze Baumwolle tragen; das Greifen des gegnerischen Mawashi ist zentral für viele Siegtechniken.

Wie ein Kampf tatsächlich endet

Ein Ringer verliert auf eine von zwei Arten: indem er aus dem kreisförmigen Dohyo gedrängt wird oder indem er den Boden innerhalb des Rings mit einem anderen Körperteil als den Fußsohlen berührt. Alles andere — das Schieben, die Würfe, die Gürtelarbeit — dient nur dazu, eines dieser beiden Dinge zuerst beim Gegner herbeizuführen.

Kimarite: 82 Wege zum Sieg

Der japanische Sumo-Verband erkennt derzeit 82 Kimarite bzw. Siegtechniken an, grob unterteilt in Yotsu-zumo (Greifen des Mawashi) und Oshi-zumo (Schieben oder Stoßen ohne festen Griff). Sie müssen nicht alle 82 kennen, um die Show zu genießen — die Vorführkämpfe sind so gestaltet, dass die gängigsten davon optisch erkennbar werden.

Darsteller, keine rangierten Rikishi

Es lohnt sich, klarzustellen, wen Sie hier sehen: Die Ringer dieser Show sind ehemalige Profiringer, die Vorführungen zeigen, keine aktiven Rikishi, die im Turniersystem des japanischen Sumo-Verbands um einen Rang kämpfen. Die Techniken, der Ring und die Regeln sind alle echt — der Unterschied ist, dass hier niemandes Turnierrang beeinflusst wird, weshalb die Show fast jeden Abend stattfinden kann, statt nur während der Turnierwochen.

Wo Ränge ins Spiel kommen

Der Profi-Sumo funktioniert nach einer Rangordnung, die von den Einstiegsdivisionen bis zu den beiden höchsten Rängen, Ozeki und Yokozuna, reicht und durch die Ergebnisse der sechs jährlichen Honbasho-Turniere bestimmt wird — darunter Osakas eigener Haru Basho jeden März. Die Erklärung des Moderators bei dieser Show konzentriert sich auf den Ring und die Regeln und nicht auf das Rangsystem. Wenn Sie sich für die Rangordnung selbst interessieren, lohnt sich etwas Lektüre vor oder nach Ihrem Abend, statt eine ausführliche Erklärung auf der Bühne zu erwarten.

Das Dach und seine vier Quasten, falls Sie sie anderswo sehen

Bei einem Honbasho-Turnier befindet sich der Dohyo unter einem hängenden Dach mit vier großen, farbigen Quasten an den Ecken — grün für Osten und Frühling, rot für Süden und Sommer, weiß für Westen und Herbst, schwarz für Norden und Winter —, die jeweils einen Schutzgeist aus der japanischen Kosmologie darstellen. Das ist ein eindrucksvolles Stück traditioneller Bühnenkunst, das man kennen sollte, auch wenn ein kleinerer Dohyo in einer Unterhaltungshalle wie diesem nicht nach derselben Turnierspezifikation gebaut ist.

Warum die Regeln wichtiger sind, als es scheint

Ein Sumo-Kampf ist oft in wenigen Sekunden vorbei, was den Sport von den Tribünen aus einfach wirken lassen kann — zwei große Männer prallen aufeinander, und einer geht zu Boden. Wenn man die Shikiri-sen, das Salz und die wenigen Möglichkeiten kennt, tatsächlich zu verlieren, verändert das, was man sieht: Man beginnt, auf die Fußarbeit nahe der Tawara, Griffwechsel mitten im Kampf und den Moment zu achten, in dem ein Ringer sein Gewicht verlagert, statt nur auf den Zusammenprall und das Ergebnis.

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